Ich habe heute entdeckt, dass ich hier am Computer auch eine deutsche Tastaturbelegung einstellen kann, wenn ich blind schreibe, funktioniert das auch ziemlich gut… Deswegen ab heute wieder auf deutsch!
Heute waren wir im Tower of London, auf der Tower Bridge und in der Westminster Abbey (westminster-abbey.org) und haben eine Abendandacht angehört, da man nur so kostenlos hineinkommt (sonst £12, entspricht ca. 15€).
Ich mag London sehr, es ist so multikulti und am besten finde ich, dass in der Tube (=U-Bahn) ständig “Mind the Gap” = “denken Sie an den Abstand” wiederholt wird. Damit ist gemeint, dass zwischen U-Bahn und Bahnsteig immer ein Abstand ist, der bis zu 30 Zentimetern groß werden kann. Sogar die Londoner haben T-Shirts mit “MIND THE GAP” drauf – wohl eine Art der Selbstironie…
Auch lustig ist, dass es wohl für jede Aufgaben einen Staatsangestellten zu geben scheint, deren Uniformen affirmative Aufschriften wie “CLEAN STREETS” oder “SAFE STREETS” tragen, zumindest in der City of Westminster.
Die Londoner scheinen allgemein sehr fürsorglich zu sein, da erstens (wie oben gesagt) ständig an den Abstand erinnert wird, und da überall “Way out” (Ausgang, oder: der Weg nach Draußen), “Mind your head”, “Mind the step”, “Keep left” etc.etc. geschrieben steht. An den Fußgängerampeln, an die sich im übrigen niemand hält, sobald die Autos stehen, wird losgefahren, steht “LOOK LEFT” oder “LOOK RIGHT”, da hier ja alles anders herum ist. Außerdem gibt es an jeder U-Bahn-Station eine “Assistence”, also ein mit richtigen Menschen besetzter Schalter, wo man fragen stellen kann und soll. Auch gibt es einige Druchsagen, sogar “There’s good service in all London undergrounds”. Es wird sogar auf Störungen hingewiesen. Wenn irgendwo eine Straße gesperrt ist, dann kann man sogar eine Nummer anrufen und nachfragen, wieso (steht dann auf den Schildern).
Die Londoner sind sehr nett und fragen mich bspw. immer, wie es mir geht. Oft höre ich sogar von einigen, dass sie Deutschland lieben, so wie gestern eine Professorin aus Cambridge, mit der ich ins Gespräch kam.
U-Bahn fahren ist allgemein sehr unterhaltsam, um hinein und hinaus zu kommen, muss man seine Travel Card in einen Schlitz einführen, wodurch eine Personenverinzelungsanlage den Weg freigibt. Die U-Bahnen sind immer sehr voll und es passiert schonmal das Teile der Gruppe nicht mit fahren könne, glücklicherweise fährt alle 2 Minuten eine U-Bahn.
Es gibt außerdem mehrere Linien: District, Victoria, Circle, Northern, Piccadilly, Central Line u.v.m. Da passiert es schonmal, dass man in eine falsche U-Bahn einsteigen will
oder sich verfährt. Glücklicherweise haben wir alle U-Bahn- und Stadtpläne und so finden wir meist recht schnell wieder zusammen.
Ihr seht, es ist hier sehr spannend! Ich würde fast hier bleiben, mir gefällt es sehr hier. Man fühlt sich hier wie im Mittelalter, überall alte Gebäude, das Parliament ist bspw. in einem 1000 Jahre alten und selbst im Tower wohnen und arbeiten Leute. Die Wachen tun ihr übriges, sodass man sich wirklich wie in einem Film vorkommt. Das Geld ist verwirrend, aber richtig schön und wirkt so hochwertig und edel und wertvoller als unser oller Euro und selbst als unsere deutsche Mark. Ich mag es sehr!